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Mit gleich 2 Bronzemedaillen kehrte Carolin Zielke von den SF Lechtingen erfolgreich von
der diesjährigen Junioren-Europameisterschaft im Speedskating aus Italien (Pollenza/Macerata) zurück. Nach den ersten Trainingseinheiten bei 35-40° C unter Italiens Sonne, nahmen am Abend des 15. Juli die
Sportler/innen aus 16 Nationen auf der „Piazza della Liberta“ im idyllischen Zentrum Pollenza’s an einer bunten Eröffnungsfeier teil. Das spektakulären Feuerwerk um Mitternacht sahen viele Athleten
leider schon nicht mehr, da sie schon am nächsten Morgen die ersten Vorläufe und Halbfinals auf der 200 m lagen und Azzuroblauen Bahn Pollenza’s absolvierten. Ob beim Sprint, Staffel oder
Langstreckenrennen, die 18 nominierten Sportler/innen Deutschlands waren stets hervorragend auf die Wettkämpfe eingestellt. Morgens fanden die „heißen“ Vorläufe und Halbfinals statt, während in den
etwas kühleren Abendstunden dann die jeweiligen Finals der Kadetten und Junioren ausgetragen wurden. Am ersten Wettkampftag kam auch Carolin gleich im 10.000 m Ausscheidungsrennen z um Einsatz. Leider wurde ihre Teamkollegin nach einigen Runden in einen Sturz verwickelt.
Laut Teamorder sollte in diesem Fall versucht werden zu zweit die entstandene Lücke zu schließen und Anschluss an die Spitze zu finden. Die Aufholjagd von Carolin und Tamara
misslang und so schieden beide leider zu früh aus. Auch am 17.07 freute sich Carolin auf gleich 2 Bahneinsätze. Im 500 m Massensprint schaffte sie am heißen Vormittag die
Qualifikation und wurde danach insgesamt 9te der Sprinter. Während in der Mittagshitze die Wettkämpfe pausierten, nutzten die Sportler die Ruhe in ihren Hotels um zu essen, zu
schlafen oder auch um medizinisch versorgt zu werden. Die Abendstimmung auf der „Deutschen Tribüne“ war dann wieder überwältigend, gab es doch die nächste Goldene für
Deutschland. Um 22.20 Uhr fiel dann der Startschuss im 10.000 m Punkte/Ausscheidungsrennen. Dann, gleich ein
Sturz in der Startkurve (neutrale Zone). Carolin ist auch unter den gestürzten und wird rasch an der Bande vom
Deutschen Team medizinisch versorgt um beim Restart antreten zukönnen. Im Rennen skaten dann beide deutschen
Sportlerinnen sehr gut mit und für einander. In aussichtsreicher Position gelegen muss Carolin diese dann aufgeben um ihre vom Sturzpech verfolgte Teamkollegin zu unterstützen.
Sie schafften es wie am Vortag schon, nicht mehr ranzufahren. Schade, beide können es eigentlich besser als Platz 12
+ 15 an diesem Abend aussagen. Nach dem die Physiotherapeutin (Lisa aus Osnabrück) am späten Abend noch
ganze Arbeit geleistet hatte, stand ein erneuter Start beider am 18.07. nichts im Wege. Recht fit am Morgen gelang
Carolin dann die Quali und ein Halbfinalsieg im 1000 m Sprint. Damit stand sie am Abend im Finale der besten 6.
Aus einer guten Startposition heraus sprintete sie nach vorne und nutzte dann in der vorletzten Runde ihre Chance. Sie zog nach einem Gerangel ihrer Vorderleute innen vorbei und verteidigte bis zur Ziellinie Platz 3.
Bronze, was für eine Überraschung. Nach 2010 und nur einem EM-Einsatz, jetzt Ihre erste EM-Medaille. Die guten Ergebnisse der letzten Wochen bei der NDM und DM wurden so eindrucksvoll bestätigt.
Nach einem Ruhetag sollte es am 20.07. auf dem Straßenkurs in Macerata mit den Straßenrennen weiter gehen, doch der Straßenkurs erwies schon während
der Einzelsprints als nicht befahrbar. Sehr schwere Stürze vieler Sportler/innen ließen nur einen sofortigen Abbruch zu. Da nach mehreren Stunden die
gewünschten Sicherheitsmaßnahmen für die Sportler nur unzureichend umgesetzt wurde reisten führende Nation vorzeitig ab. Weitere 10 Nationen boykottierten
die Straßenrennen die so zu einer Farce wurden. Italien und kleinere Nationen beugten sich dem Druck des Präsidenten und teilten sich die Medaillen in Rennen die keinen Wettkampfcharakter mehr hatten.
Nach nun schon vier EM-Einsätzen durfte Carolin auch ihre Stärken auf der Langstrecke am 23. Juli beim Marathon über 42,195 km in Macerata zeigen.
Trotz starker Hagel und Regengüsse eine Stunde vor Rennbeginn, starteten die Damen um 14:30 Uhr und die Herren
dann um 16:15 Uhr mit den jeweils passenden zum Wetter und Asphalt abgestimmten Rollen pünktlich auf dem ca. 3,2 km neu geteerten Stadtkurs. Die noch nasse und rutschige Fahrbahn mit seinen langen Anstiegen und
Gefällstrecken verlangte den Sportler/innen noch einmal alles ab. Stetig hielten Carolin und ihre Teamkollegin Tamara
Felbingersich in der Spitzengruppe auf, arbeiteten viel und bogen mit dieser auch auf die Zielgerade ein. Carolins
gewählte Linie sollte sich als optimal herausstellen. Sie finishte als Dritte und holte so mit einer weiteren Bronzemedaille ihre zweite Einzelmedaille bei ihrer erst zweiten JEM-Teilnahme.
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